Extreme Trockenheit - Dürre 2020

Der Mais vertrocknet fast am Halm

Den Bauern macht der Sommer zu schaffen, denn sie müssen wegen der anhaltenden Trockenheit um ihre Ernte bangen. In Teilen Brandenburgs ist der Boden so trocken wie seit 50 Jahren nicht mehr. Landwirte befürchten hierdurch Probleme bei der Ernte. Auch der Grünfutterbereich leidet stark unter der Hitze. „Viele Viehhalter werden im Winter vermutlich Heu zukaufen müssen".

Die Weidetiere äsen auf "saftigen , grünen Wiesen" ?

Drastische Auswirkungen hat die aktuelle Wetterlage auch auf die Waldbrandgefahr. Es gilt ab Dienstag die höchste Warnstufe fünf.  Auch die Flüsse leiden unter der massiven Trockenheit. Am Elbepegel Wittenberge wurden am Montagmorgen eine Wasserhöhe von 87 Zentimetern gemessen. Das sind 37 Zentimeter unterhalb des Wertes für das Mittlere Niedrigwasser (MNW).

Die Dürresommer von 2018 und 2019 waren ein Extremfall, das zeigen Klimadaten aus 250 Jahren. Doch aufeinanderfolgende Dürrejahre drohen zum gesamteuropäischen Regelfall zu werden.

Das habe es in 250 Jahren europäischer Klimageschichte nicht gegeben.

Was einem praktisch ungebremsten Treibhausgasaustoß entspricht – würde sich die Zahl der doppelten Dürrejahre versiebenfachen.

Gleichzeitig vergrößert sich die Fläche, die durch die Dürren betroffen ist: Sie beläuft sich in den pessimistischsten Schätzungen auf 60 Prozent der mitteleuropäischen landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Quelle : Umwelt Bundesamt