Honigsorten

Rapshonig

In den letzten Jahren hat die Zahl der leuchtend gelben Rapsfelder deutlich zugenommen. Die Nutzpflanze gehört zu den Kreuzblütlern, erkennbar an den sich kreuzenden Blütenblättern. Damit gehört Raps zur gleichen Familie wie Brokkoli oder Radieschen. Der knallgelb leuchtende Raps wird hierzulande im Normalfall als Winterraps angebaut, er wird also im August ausgesät und beginnt im April mit seiner Blüte, die bis in den Juni anhält. Genau die Zeit also, wenn Bienen auf Futtersuche gehen.

Rapshonig kristallisiert besonders rasch und gleichmäßig zu einer perlmuttfarbenen bis weißen Konsistenz. Sein mildes und dezentes Aroma wird beim Schmelzen der Feinkristalle auf der Zunge erst richtig freigegeben. Er hat eine streichzarten Konsistenz.

 

Akazienhonig

Der Honig, der diesen Namen trägt, stammt meistens von der Robinie, auch Scheinakazie, genannt. Während der kurzen Blühdauer von ca. zehn bis zwölf Tagen vom Ende Mai bis Anfang Juni liefern die Robinien einen Nektar, den die Bienen zu einem aufgrund seines hohen Fruchtzuckergehalts lange flüssig bleibenden Honig verarbeitet. Sein Aroma wird als mild - blumig oder auch lieblich - mild beschrieben. Der Honig hat eine anregenden Wirkung auf das Verdauungssystem. Als Basenbildner löscht er ihr Sodbrennen. Auch bei Husten und Erkältung hat er sich bewährt.

 

Buchweizenhonig

Ein ziemlich dunkler Honig mit sehr intensivem, eigenartig harzigem Duft und Geschmack. Buchweizen ist kein Getreide sondern ein Knöterichgewächs. Er enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente.Er wirkt daher besonders positiv auf Verdauung und Stoffwechsel.

 

Heidehonig

Heide ist ein ausdauernder Strauch. Wenn das Heidekraut blüht, fliegen die Bienen einen Nektar ein, der Rohstoff für einen besonderen Honig ist. Er hat eine rötlich gelbe bis braune Farbe und einen kräftigen,herb - aromatischen Geschmack. Er besitzt eine schmalzig geleeartige Konsistenz. Der Honig wird nach Sebastian Kneipp als vorzügliches Mittel zur Blutreinigung sowie bei Blasen- und Nierensteinen, Rheuma und Gicht angepriesen. Er weist einen hohen Eisengehalt auf, was einen günstigen Einfluss auf Herz und Kreislauf sowie die Blutgerinnung hat. Er sorgt für die Entlastung des Herzens und hat eine harntreibende Wirkung.

 

Sonnenblumenhonig

zählt zu den besonders cremigen und aromatischen Honigen. Dieser Honig wird von den Imkern derzeit als einer der besten Honige überhaupt bezeichnet. Der Sonnenblumenhonig ist nicht ganz leicht zu gewinnen. Denn die Sonnenblumen brauchen jede Menge Sonnenschein und Wärme, außerdem ausreichend Feuchtigkeit, um genügend Nektar für den Sonnenblumenhonig bilden zu können.

Der Sonnenblumenhonig zeichnet sich durch eine kräftige gelbe Farbe aus, die alleine schon Grund genug für den Genuss dieses Honigs ist. Außerdem kandiert der Sonnenblumenhonig sehr schnell und kann bei frisch geschleuderten Honigen eine gelbliche bis gelbbraune Farbe annehmen. Der Geschmack des Sonnenblumenhonigs ist sehr stark und charakteristisch, leicht säuerlich, aber ohne jede Strenge. Insofern werden Kenner einen guten Sonnenblumenhonig nicht nur aufgrund des Duftes und der Farbe bestimmen können, sondern auch wegen des einzigartigen Aromas. Der Sonnenblumenhonig wird zudem cremig gerührt und zählt zu den Honigsorten, die am längsten in flüssiger Form bestehen bleiben können.

Der Sonnenblumenhonig lässt sich wunderbar streichen und tropft so gut wie gar nicht.

 

Kleehonig

Von Mai bis September bildet Klee eine üppige Bienenweide. Kleehonig wird in der Volksmedizin gegen Rheuma und Gicht eingesetzt. Der Honig ist cremig, weiß- gelblich bis hell beige und schmeckt mild- weich. Sein Traubenzuckeranteil ist recht hoch, deshalb wird er bei Sportlern als schneller Energielieferant geschätzt. Ihm wird eine beruhigende Wirkung zugeschrieben und er unterstützt die Leberfunktion. Er wirkt krampf- und schleimlösend.

 

Lindenblütenhonig

Bienen sammeln den Blütennektar von Juni bis Juli. Lindenhonig nimmt so etwas wie eine Zwitterstellung ein. Denn meist handelt es sich nicht um reinen Honig der Linde. Den Bienen ist es egal wo sie ihren Honig und den Honigtau finden. Der Honig ist ein lichter, zartgelber bis grünlich gelber Honig. Sein Geschmack  ist ein wenig herb und erinnert an ätherische Öle. Er wirkt beruhigend und entspannend, lindert auch Nervosität. Bei nervösen Magen oder Darm wird er empfohlen. Er hat eine wärmende und antiseptische Wirkung, wird bei Husten und Erkältung mit und ohne Fieber eingesetzt. Bei Appetitlosigkeit wird er empfohlen.

 

Manuka Honig

Manuka-Honig ist ein von Honigbienen aus demBlütennektar der südseemyrthe (Manuka) erzeugter Honig, der traditionell als Naturheilmittel verwendet wird.In vitro konnten antibakterielle Eigenschaften des Honigs nachgewiesen werden. Die Südseemyrte (lat.: Leptospermum scoparium), eine Verwandte des Australischen Teebaums, hat ihre Heimat in den entlegenen, bergigen Regionen Neuseelands und Südost-Australien.

Die Ureinwohner Neuseelands, die Maorie verwenden traditionell Blätter und Rinde bzw. Auszüge daraus sowie den Honig des Manuka-Baums äußerlich zur Desinfektion und Unterstützung der Heilung von Wunden und Entzündungen, ferner innerlich bei Erkältungen, Blasenentzündungen und anderen Infektionen. Die wesentlichen Inhaltsstoffe des Manuka-Honig sind neben den Zuckern des Honigs in wechselnden Mengen das nicht-peroxidischantibakteriell wirksame Zuckerabbauprodukt  Methylgeoxal (MGO). Methylglyoxal entsteht in der Honigwabe durch Dehydration des im Nektar der Blüten des Manukastrauchs enthaltenen Stoffes Dihydroxalazeton (siehe unten). Im Nektar selbst ist noch kein Methylglyoxal vorhanden. Offenbar entwickelt sich dieser Stoff erst nach der Aufnahme des Nektars durch die Bienen und den Transport in den Bienenstock.

Durch den Einsatz des Honigs als Wundauflage soll ein feuchtes Wundmilieu erzeugt werden. Dieses soll in der Lage sein, sich ständig selbst zu desinfizieren, die Wunde nach außen abzuschließen und sie mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Diese Eigenschaften sind besonders wichtig bei Brandwunden, bei denen Sekundärinfektionen eine häufige und gefürchtete Komplikation darstellen. Sekundärinfektionen können durch die große Angriffsfläche für Keime schnell entstehen. Der Honig soll bewirken, dass Wunden schneller heilen und sich weniger Narben bilden

 

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Pollen

Beim Besuch der Blüten sammeln die Bienen auch Blütenstaub - den Pollen. Er ist für das Bienenvolk die Eiweißnahrung. Ein Bienenvolk kann pro Jahr bis zu 40 kg Blütenpollen sammeln. Sie werden wegen ihrer positiven Wirkung von vielen Menschen als Nahrungsmittel geschätzt. Blütenpollen führen dem Körper wichtige und vor allem sehr wertvolle Nahrungssubstanzen zu. Er ist die reichste Quelle an natürlichen Vitaminen, Mineralien, Proteinen, Aminosäuren, Enzymen und Co- Enzymen. Er enthält natürliches Antibiotikum, Antihistamin und wichtige Antioxidationseigenschaften. Diese Nahrungsbestandteile werden vom Menschen zur Aufrechterhaltung der Immunsystems und der allgemeinen Gesundheit benötigt. Roher Pollen ist vom Menschen aufgrund seiner harten Schale nicht gut zu verwerten, daher ist es immer günstiger den Pollen vor dem Verzehr ca.15 bis 30 Minuten in Joghurt oder Honig quellen zu lassen, das fördert die Verwertbarkeit.

 

Propolis

Das Bienenprodukt Propolis, auch Kittharz genannt ist das von Bienen gesammelte Harz an den Knospen-schuppen einiger Baumarten, hauptsächlich von Birke, Robinie, Weide, Kastanie, Fichte, Tanne, Kiefer.
Es wird benötigt zum Verkitten undichter Stellen im Bau und hinter den Fluglöchern (pro = vor, polis = Burg). Weiteres ist es ein Schutz vor Verwesungsprodukten. In den Bienenstock eingedrungene Feinde werden getötet und - so sie nicht beiseite geschafft werden können - mit Propolis überzogen, also einbalsamiert. Auch die Wabenzellen und die inneren Beutewände werden mit Kittharz versehen. Da Kittharz eine starke antimikrobielle Wirkung besitzt, haben Krankheitserreger nur wenig Chancen, sich zu vermehren. Weiteres nutzen die Bienen die keimhemmende Wirkung für die eingelagerten Pollen, die in mit Kitt harz ausgestatteten Wabenzellen nicht keimen. Bienen haben keine Mühe, das klebrige Propolis zu sammeln. Sie versetzen es mit ihren Drüsensekreten und Wachs. Heutzutage wird der geheimnisvolle Stoff auf Grund seiner besonderen Eigenschaften vielfältig eingesetzt. Vor allem dient Propolis als natürliches Element in der Naturheilkunde.
Ausprägungen in der Naturheilkunde sind:

       Salbe

       Creme

       Lösung

       Tropfen

 

Gelée royale

Mit diesem Gemisch aus den Sekreten der Futtersaftdrüse und der Oberkieferdrüse der Arbeiterinnen werden die Bienenlarvenwährend der ersten drei Larvenstadien gefüttert und erhalten dadurch einen enormen Wachstums- und Entwicklungsschub. Die Larve der Arbeiterbiene erhält danach nur noch Pollen und Honig; die der Königin hingegen wird bis zur Verdeckelung ihrer Zelle mit diesem Weiselfuttersaft gefüttert.

Der Verzehr von Gelée royale kann, insbesondere durch seinen Anteil an Proteinen und Aminosäuren, zu Allergischen Reaktionen führen. Gelée royale findet neben Propolis Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln und in kosmetischen Präparaten.

 

Auf dieser Seite wurden Textteile von Jan und Doreen Vogel und "Wikipedia" verwendet.