Haltet den Dieb . . . .

In Deutschland wird durchschnittlich alle 2 – 3 Minuten eingebrochen. Meist dauert es nicht einmal eine halbe Minute, bis der Täter in Ihrem Haus ist und sich am Eigentum zu schaffen macht. Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Beliebte Zeit ist auch die Arbeits- und Urlaubzeit. Hier wird es den Tätern oft leicht gemacht. Sie spähen soziale Netzwerke aus, um die Abwesenheit von Menschen zu erkunden. Aktuelle Urlaubsbilder sind beispielsweise ein sicherer Indikator für die Abwesenheit. Altbekannt ist die Methode, dass Einbrecher Beerdigungstermine im Blick haben und gezielt während der Trauerfeier aktiv sind. Ein Plastikstreifen hilft Dieben festzustellen, ob eine Wohnung seit mehreren Tagen leer steht. Sie befestigen einen durchsichtigen Streifen zwischen Tür und Rahmen. Öffnet jemand die Türe, fällt dieser unbemerkt zu Boden. Bleibt der Streifen an seiner Position, stehen die Chancen für einen Einbruch gut, da die Wohnung offensichtlich seit längerem unbeaufsichtigt ist. Der Trick mit der Haustürklingel ist simpel und effektiv, um Gaunern zu zeigen, ob jemand zuhause ist. Sie klingeln mehrmals und brechen direkt ein, wenn niemand öffnet. Oder plötzlich stehen vermeintlich notleidende Personen vor der Türe. Sie geben vor, schwanger zu sein oder täuschen Übelkeit vor und bitten um ein Glas Wasser, um ein Medikament einnehmen zu können. Andere bitten um ein Blatt Papier, um einem Nachbarn eine Notiz hinterlassen zu können oder behaupten, sie wollten jemandem im Haus ein Geschenk da lassen und wollen, dass ihnen dafür die Türe geöffnet wird. Verschließen sie beim Verlassen der Wohnung alle Außentüren und lassen sie die Fenster nicht angekippt stehen.
Das Beängstigende: die Zahl der Einbrüche nimmt von Jahr zu Jahr zu. Ein Grund könnte die fortschreitende Technisierung sein. Teure Smartphons, Fotoapparate, Laptops und Tabletts lassen sich leicht mitnehmen und wiederverkaufen
Häufig hinterlässt er Einbruchsspuren und -schäden an Türen, Fenstern oder Möbeln. Wenn er es eilig hat, durchwühlt und verwüstet er ganze Zimmer auf der Suche nach Beute. Was permanent bleibt sind die psychischen Folgen. Verursacht durch die Gewissheit, dass ein Fremder in die ganz individuelle Privatsphäre eingedrungen ist. Ganz besonders belastet es die Einbruchsopfer, die sich während des Einbruchs im Haus befanden oder ihm sogar begegnet sind. Oft leiden sie danach an Angstzuständen und Schlaflosigkeit. Die meisten Menschen machen sich erst dann Gedanken über wirksamen Einbruchschutz, wenn es sie selbst oder Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld einmal erwischt hat. Beugen sie dem mit geeigneten Mitteln vor.

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